Gezielte Konditionierung bei komplexen Läsionen: Icon Prime macht den Unterschied

Komplexe Schmelzopazitäten stellen im Praxisalltag besondere Anforderungen an die Infiltration. Mit Icon Prime wurde der Konditionierungsschritt der Icon Infiltration gezielt weiterentwickelt – bei unverändertem klinischem Ablauf. So kann eine zuverlässige Composite-Haftung am infiltrierten Schmelz auch ohne separates Adhäsiv unterstützt werden.

Die Icon Infiltration besteht aus 3 Schritten: Ätzen (Icon Etch), Trocknen (Icon Dry), Infiltrieren (Icon Infiltrant). Ab sofort ersetzt Icon Prime die Komponente Icon Dry und überzeugt durch verbesserte Eigenschaften. Diese adressieren eine zentrale Herausforderung Ihres Praxisalltags: den sicheren, reproduzierbaren Umgang mit komplexen tiefliegenden Schmelzopazitäten wie Fluorose, Traumata und Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH).

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NEU: Icon Prime - für eine erhöhte Adhäsion bei anschließender Composite-Versorgung

Die Infiltrations-Behandlung mit Icon Vestibular bietet eine minimal-invasive Behandlungsoption komplexer Läsionen. Icon Prime spielt als Bestandteil während der Icon Infiltrations-Behandlung eine entscheidende Rolle:

  • Trocknet und konditioniert die Läsion
  • Liefert Informationen über die Zugänglichkeit der Läsion und erleichtert die Abschätzung, ob die nachfolgende Infiltration durchgeführt werden kann
  • Ermöglicht eine Vorschau auf das finale Behandlungsergebnis

Jetzt optimiert: Icon Prime erhöht durch den Zusatz von Methacryloyloxydecyl Dihydrogen Phosphat (MDP) die Adhäsion bei der Composite-Versorgung nach Infiltration.Dadurch ist eine zuverlässige Composite-Haftung am infiltrierten Schmelz auch ohne separates Adhäsiv bei direkter Versorgung möglich.1
 

Warum ist die Weiterentwicklung von Icon Dry zu Icon Prime entscheidend?

Unterstützende Verfahren zum Erreichen tiefer Opazitäten (z. B. Mikroabrasion oder Pulverstrahlen) führen zu einem verstärkten Verlust von Schmelzoberfläche. Bei sehr tiefen Opazitäten kann das Auftragen einer dünnen Schicht restaurativen Composites nach der Infiltration erforderlich sein, um die natürliche Form der Zahnoberfläche wiederherzustellen. 

Icon Prime enthält im Vergleich zum Vorgängerprodukt Icon Dry das funktionelle Monomer MDP. Durch die Ergänzung zeigte sich bei Icon Prime im Vergleich zu Icon Dry eine signifikant höhere Verbundfestigkeit zum Composite – unabhängig von der Zahnpräparation oder den Lagerungsbedingungen.1 Gleichzeitig zeigen Untersuchungen, dass die Haftfestigkeit von Composite am durch die Harzinfiltration behandelten Schmelz auch ohne Einsatz eines Adhäsivs ausreichend zu sein scheint.1

Entscheidend für Ihre Praxis: 

Das bewährte Behandlungsprotokoll Ihrer Infiltrations-Behandlung mit Icon Vestibular und auch Icon Proximal bleibt unverändert. Icon Prime fügt sich nahtlos in bestehende Abläufe ein – ohne zusätzliche Schritte, ohne höhere Komplexität.

 

MIH ganzheitlich behandeln: Icon Prime, Icon Vestibular und das MIH-Behandlungs-Konzept

MIH-Läsionen stellen besondere Anforderungen an die Therapie, da sie klinisch sehr unterschiedlich ausgeprägt sein können.2 Vor allem bei der Behandlung der Frontzähne stehen sowohl strukturelle als auch ästhetische Behandlungsziele im Fokus. Mit dem ganzheitlichen MIH-Behandlungs-Konzept können Sie MIH an den Frontzähnen gezielt behandeln. Es verfolgt das Ziel, die Zahnsubstanz maximal zu erhalten, Beschwerden zu reduzieren und gleichzeitig funktionelle sowie ästhetische Anforderungen zu berücksichtigen.

Hier finden Sie weitere Informationen über Icon Vestibular

Das MIH-Behandlungs-Konzept besteht aus drei ineinandergreifenden Komponenten: der 3D-gedruckten DentaMile Bleaching-Schiene, dem Flairesse Bleaching Gel (5 % und 10% CP (Carbamidperoxid)) und der Infiltrations-Behandlung mit Icon Vestibular. Die 3D-gedruckte Bleaching-Schiene überzeugt durch ihr Gel-Reservoir und die präzise Randabdichtung, wodurch das Flairesse Bleaching Gel (5 % und 10 % CP) einerseits kontrolliert Wirkung erzielen und andererseits eine Reizung der Gingiva vermieden werden kann. Durch die Kombination aus sanftem Bleaching und der Infiltration kann der Maskierungseffekt deutlich verbessert werden.3 Für ein Gesamtergebnis, mit dem Sie Ihre Patienten überzeugen können!

 

Icon Proximal: Mikro-invasive Behandlungsoption bei Initialkaries im Approximalbereich

Initialkaries im Approximalbereich stellt in der täglichen Praxis eine therapeutische Grauzone dar. Während präventive Maßnahmen bei fortschreitender Läsion häufig nicht mehr ausreichen, erscheint eine invasive Versorgung in frühen Stadien oft noch nicht gerechtfertigt. Icon Proximal bietet hier eine mikro-invasive Behandlungsoption, die diese Lücke gezielt schließt. Kariesläsionen bis ins erste Dentindrittel (E1–D1) können infiltriert und damit stabilisiert werden – ohne Bohren und unter maximalem Erhalt der Zahnsubstanz.

Eine effektive Vorbereitung der approximalen Läsion auf den Infiltrationsschritt führt zu stabilen und langfristigen Ergebnissen. Mit der Einführung von Icon Prime ist auch bei Icon Proximal die Konditionierung der Läsion durch den Zusatz mit MDP optimiert worden.

Hier finden Sie weitere Informationen über Icon Proximal

 

Quellen:

1. Messer-Hannemann P et al. Dent Mater. 2026; 1–9. 
2. Bekes K et al. Oralprophylaxe Kinderzahnheilkunde. 2016; 38: 165–70. 
3. Greenwall L et al. J Esthet Restor Dent. 2025; 1–9.