„Transillumination-Aided Infiltration“ zur Stabilisierung von MIH-Molaren

Studien zeigen, dass die Infiltrationsbehandlung die Integrität des hypomineralisierten Schmelzes verbessern und das Risiko für Frakturen und Karies reduzieren kann. Auch eine Reduktion von Hypersensitivitäten wurde bereits beschrieben.

In der Fallserie „Transillumination Aided Infiltration of MIH Affected Molars: Evaluation of the Clinical Workflow“ demonstrieren Marouane et al., wie die Transillumination den Infiltrationsprozess an MIH‑Molaren wirkungsvoll unterstützen kann.

Behandelt wurden sechs hypomineralisierte Läsionen an ersten Molaren von Jugendlichen. Die Transillumination ermöglichte es, Läsionsgrenzen präzise zu identifizieren, die Pseudo‑Oberflächenschicht gezielt abzutragen und den Fortschritt der Infiltration in Echtzeit zu beurteilen. Zwei Läsionen konnten vollständig, vier teilweise infiltriert werden – ohne Komplikationen oder postoperative Sensibilitäten.

Die Fallserie zeigt, dass die Transillumination auch bei Molaren ein wertvolles Hilfsmittel sein kann, um eine optimale Infiltration zu erreichen und damit die Stabilität MIH‑betroffener Schmelzareale zu verbessern.

Der vollständige Artikel im International Journal of Paediatric Dentistry ist frei zugänglich und kann hier abgerufen werden.

Informationen zum DMG Behandlungskonzept für entwicklungsbedingte Schmelzopazitäten finden Sie hier.