Die Ergebnisse der DMS 6 zu Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) unterstreichen die anhaltende Bedeutung von MIH bei Kindern: unter den 12-jährigen in Deutschland liegt die Prävalenz für MIH bei 15,3 %.1 Damit ist jedes siebte Kind betroffen.1
Genau hingeschaut zeigt sich: Die Mehrheit der Befunde fällt mild aus: Rund zwei Drittel (63,3 %) zeigen begrenzte Opazitäten, während knapp 9 % der Betroffenen bereits Schmelzeinbrüche aufweisen.1
Allerdings betrifft MIH durchschnittlich 3,4 Zähne und steht auch mit der Entwicklung von Karies in Verbindung.1Die Ergebnisse zeigen: 8,2 % der von MIH betroffenen Kinder haben bereits eine Karieserfahrung, was das bis zu 4,6-fach erhöhte Kariesrisiko durch MIH untermauert.1,2
Die aktuellen Daten der DMS 6 machen deutlich: MIH ist keine Seltenheit und eine entsprechende Behandlungsstrategie kann auch in Ihrem Praxisalltag von Bedeutung sein.
MIH ist kein Kinderkram:
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Quellen
1. Bekes K et al. Quintessence Int. 2025; 56: S70–4.
2. Americano GCA et al. Int J Paediatr Dent. 2017; 27: 11–21.